Deutsch-jemenitische Regierungsverhandlungen über Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Bild vergrößern
Die Bundesregierung fördert den Ausbau von Hausanschlüssen für die Trinkwasserversorgung und trägt damit zur Verbesserung der Hygieneverhältnisse bei ärmeren Bevölkerungsschichten bei. Im Gegenzug verpflichtet sich die jemenitische Regierung für den nachhaltigen Schutz von Wasserressourcen zu sorgen. Aufgrund starker Übernutzung der zum Teil fossilen Grundwasservorräte durch die Bewässerungslandwirtschaft sinkt der Grundwasserspiegel in manchen Gegenden des Jemen bis zu 10m pro Jahr.
Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit mit Jemen ist die Verbesserung der Grundbildung durch höhere Einschulungs- und Schulabschlussraten. Durch besonders angepasste Schulbauten, Ausbildung von Lehrerinnen und Einbeziehen der Eltern in die Unterrichtsgestaltung sollen vor allem Mädchen gefördert werden. Trotz der Fortschritte in den vergangenen Jahren haben Frauen und Männer nach wie vor sehr unterschiedliche Bildungschancen – ca. 50% der jugendlichen Jemenitinnen sind Analphabeten. Erfolge lassen sich insbesondere bei den Einschulungsraten für Mädchen verzeichnen, die von 43 % im Jahr 2000 auf 54 % in 2005 gestiegen sind. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit beteiligt sich deshalb in Zusammenarbeit mit anderen Gebern an der Umsetzung von gemeinsamen Strategien im Bildungssektor.
Die deutschen Projekte werden auch weiterhin hauptsächlich durchgeführt von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED), dem Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM) sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).