Hermann Burchardt im Jemen

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Die Ausstellung "Hermann Burchardt im Jemen" ist eine Sammlung der interessantesten Schwarz-Weiß-Fotografien aus dem Nachlass Hermann Burchardts, der als deutscher Nahost-Reisenderf den Jemen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf mehreren Fahrten zwischen 1900 und 1909 besuchte.

Von den insgesamt mehr als 500 überlieferten Glasplattenaufnahmen, die im Ethnologischen Museum von Berlin untergebracht sind, konnte dank dem Ethnologischen Museum Berlin eine Sammlung von insgesamt 87 Bildern zum ersten Mal in Sanaa einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Hermann Burchardt steht in der Tradition deutscher Forschungs- und Entdeckungsreisenden im Jemen, wie Carsten Niebuhr gegen Ende des 18. Jahrhunderts, dann Ulrich Jasper Seetzen, Adolf v. Wrede, Heinrich v. Maltzan, Leo Hirsch und Hans Helfritz - eine Tradition, die sich durch die intensive Arbeit des Deutschen Archäologischen Instituts im Jemen letztlich bis heute fortsetzt.

Besonders aber sind diese Fotografien die ersten erhaltenen Aufnahmen vom Jemen. Einzelne andere europäische Entdeckungsreisende sollten bereits wenig früher unter ähnlichen Bedingungen Fotografien angefertigt haben, allerdings sind diese verschollen. Insofern ist die vorliegende Sammlung ein Schatz des kulturellen Erbes sowohl der deutschen Forschungsgeschichte als auch des Jemens.

Die Ausstellung "Hermann Burchardt im Jemen" wurde bereits im Kulturhaus Sanaa gezeigt, wo sie von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ministerpräsident Bajammal anlässlich der Golf-Reise des Kanzlers im März 2005 eröffnet wurde. Eine Folgeausstellung in der Hafenstadt Mukalla im Gouvernorat Hadramaut fand anlässlich des jemenitischen Nationalfeiertages im Mai 2005 statt. Weitere Stationen in den Städten Aden, Taiz und Hodeidah sind geplant.

Der Ausstellungskatalog ist bei der Deutschen Botschaft gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro (12 US$) erhältlich. In Deutschland ist der Katalog erhältlich über die Deutsche Vertriebsgesellschaft für Publikationen und Filme mbH.

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