Bildung

Das Bildungssystem des Jemen genügt bislang nicht den Anforderungen eines modernen Staates. Das Kernproblem ist seine Unzulänglichkeit in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Weder kann die vorhandene Schulinfrastruktur alle Kinder im Schulalter aufnehmen noch reicht die Qualität der Bildung aus. Der Bildungssektor im Jemen steht dabei vor der großen Herausforderung, einer immer jünger werdenden Gesellschaft - nahezu 70% der Bevölkerung sind jünger als 25 - Zugang zu qualitativ guter Bildung zu ermöglichen. Auch das System der Berufsbildung ist nur rudimentär geeignet, den Bedarf der Privatwirtschaft nach qualifizierten Arbeitskräften zu bedienen. Die institutionellen Kapazitäten in der Regierung sind unzureichend, um dieser Herausforderung begegnen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Jemen das Millenniumsziel im Bereich Bildung erreicht, ist daher gering. Die deutsche EZ unterstützt den Bildungssektor im Jemen seit dem Jahr 1995.


Deutsche EZ im Jemen ist führend bei Qualitätsverbesserung (insbesondere Lehrerfortbildung) und bei Institutionenaufbau und Organisationsentwicklung sowie beim Bau und bei der Sanierung von Schulen. Ein zentrales Element der deutschen EZ im Bildungsbereich ist die Förderung von Elternräten. In Schulen, in denen Vater- und Mutterräte aktiv sind, steigt die Einschulungsrate von Mädchen und Jungen und die Abbrecherquote - besonders von Mädchen - sinkt.


Das deutsche Engagement im Berufsbildungsbereich soll dazu beitragen, die Ausbildung arbeitsmarktorientiert zu gestalten sowie mehr Frauen eine Berufsausbildung zu ermöglichen.


Nähere Informationen zur deutschen Unterstützung im Bildungssektor finden sich hier:

General Education Improvement Programme GEIP http://geip-yemen.org/ (Englisch)