Politik
Seit Januar 2011 hat sich im Jemen eine zivilgesellschaftliche Protestbewegung formiert, die den Rücktritt von Staatspräsident Ali Abdallah Saleh (seit 1978 im Amt) und demokratische Reformen fordert. Sie hat eine Zeltstadt auf dem „Change Square“ in Nähe der Universität Sanaa eingerichtet, von dem aus sie regelmäßig friedliche Demonstrationen durchführt.
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Bereits Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatten die Bundesrepublik Deutschland und das damalige Mutawakkelitische Königreich Jemen (Nordjemen) diplomatische Beziehungen aufgenommen, die durch den Sturz der Monarchie und darauffolgenden Bürgerkrieg ab 1962 allerdings unterbrochen wurden. 1969 nahmen die Bundesrepublik Deutschland und der Nordjemen erneut diplomatische Beziehungen auf, während die Deutsche Demokratische Republik Beziehungen zu dem seit 1967 von Großbritannien unabhängigen sozialistischen Südjemen knüpfte. Nahezu zeitgleich konnten Deutschland und der Jemen ihre nationale Spaltung im Jahre 1990 überwinden.
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Der Jemen hat die wichtigsten internationalen Menschenrechtsabkommen unterzeichnet und ratifiziert. Das Rom-Statut zum Internationalen Strafgerichtshof (IStGh) hat der Jemen unterzeichnet, aber bislang nicht ratifiziert. Anklageerhebungen gegen jemenitische Staatsangehörige vor dem IStGh ist daher derzeit nur möglich, wenn der Sicherheitsrats der Vereinten Nationen einen solchen Fall an ihn verweist. In der Periode von 2012 – 2016 wird Jemen sich im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beim sog. Universal Periodic Review einer Überprüfung seiner Menschenrechtslage unterziehen.
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